Edition und Kommentierung der philosophischen Werke des Mathematikers Felix Hausdorff alias Paul Mongré

Felix Hausdorff, Mathematiker von Weltrang (1868-1962), schuf mit seinen Grundzügen der Mengenlehre (Leipzig, Veit & Co, 1914) maßgeblich die axiomatischen Grundlagen der Mengenlehre und die allgemeine Topologie, lehrte als Professor in Bonn, Greifswald und wieder in Bonn. Im Zusammenhang mit seinen großen mathematischen Entdeckungen verfasste er unter dem Pseudonym Paul Mongré zwei philosophische Werke im Anschluß an und in Auseinander­setzung mit Friedrich Nietzsche: Sant‘ Ilario. Gedanken aus der Landschaft Zarathustras (Leipzig, Naumann 1897) und Das Chaos in kosmischer Auslese. Ein erkenntniskritischer Versuch (Leipzig, Naumann 1898). Beide, besonders das zweite, sind von eigenem philosophischem Gewicht. Hinzu kamen eine Reihe von Essays, insbesondere zu Nietzsche. Das Gesamtwerk Felix Hausdorffs wurde unter Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Nordrhein-westfälischen Akademie der Wissenschaften unter Federführung von Friedrich Hirzebruch (Max-Planck-Institut für Mathematik Bonn), Egbert Brieskorn und Walter Purkert ediert und im Springer Verlag Heidelberg veröffentlicht. Das philosophische Werk ist im Februar 2004 als Band VII der Ausgabe erschienen: 

  • Felix Hausdorff, Philosophisches Werk: „Sant’ Ilario. Gedanken aus der Landschaft Zarathustras”, „Das Chaos in kosmischer Auslese”, Essays zu Nietzsche. Gesammelte Werke, Bd. VII, hg. v. Werner Stegmaier, Heidelberg: Springer 2004, XX + 920 S. 

Die Einleitung des Herausgebers wurde zugleich veröffentlicht unter dem Titel: 

  • Ein Mathematiker in der Landschaft Zarathustras. Felix Hausdorff als Philosoph, in: Nietzsche-Studien 31 (2002), 195-240.